Der Barbaratag - Zweige schneiden für ein blühendes Weihnachten

Nahaufnahme von Barbarazweigen
Barbarazweige mit Kirschblüten. Foto: elisabeth , CC BY-NC 2.0

Eines der kirchlichen Feste, die in die Adventszeit fallen, ist der Barbaratag am 4. Dezember, an dem Barbarazweige abgeschnitten werden. Barbara von Nikomedia ist eine Heilige, die als Märtyrerin starb. Der Barbaratag ist daher in der Kirche ein Gedenktag. Christen in aller Welt gedenken an diesem Tag der heiligen Barbara, die sich im 3. Jahrhundert zum Christentum bekannte und dafür von ihrem eigenen Vater hingerichtet wurde. Sie besuchte heimlich eine Gruppe Christen, trotz der Christenverfolgung durch den Kaiser und kam dort zum Glauben. Der Vater versuchte sie zunächst einzusperren. Alle Versuche blieben erfolglos und bestärkten nur ihren Glauben. Der Legende nach verfingen sich auf ihrem Weg ins Gefängnis einige Kirschzweige in ihren Kleidern, die sie daraufhin mit in ihr Verließ nahm. Am Morgen ihrer Hinrichtung standen die Zweige in voller Blüte – ein Symbol für das Leben nach dem Tod.

Vase mit geschnittenen Barbarazweigen
Barbarazweige mit kleinen Blüten. Foto: bratispixl, CC BY-NC 2.0

Frieden und Wohlstand für das Haus

In Gedenken an dieses Ereignis ist es heute Brauch, am 4. Dezember die Zweige eines Obstbaumes ins Haus zu holen und sie in einer Vase mit Wasser an einem warmen Ort aufzustellen, bis er in voller Blüte steht. Mit etwas Glück blühen sie pünktlich zum Weihnachtstag und bescheren der Familie Frieden und Wohlstand für das kommende Jahr. Diese Zweige sind bekannt als Barbarazweige.

Fotos:
elisabeth
, CC BY-NC-ND 2.0
bratispixl
, CC BY-NC 2.0

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